Dankbarkeit macht glücklich

Wie wir durch positive Gedanken zu mehr Zufriedenheit finden.

Erst letztes Wochenende war ich wieder mal am Boden zerstört. Ich fühlte mich vom Leben unfair behandelt. Warum habe gerade ich es verdient, immer wieder verletzt zu werden, in meinem Wesen und Können nicht gesehen zu werden? Jetzt wird uns auch noch der zweite Lockdown auferlegt, der uns doch so einige Möglichkeiten der Ablenkung nimmt. Diese Fähigkeit beherrsche ich nämlich wie kaum eine andere…  

Und dann kam dieser Montag, der nicht nur die Welt da draußen, sondern auch die in meinem Inneren ein klein wenig zurechtgerückt hat. Ein Attentat auf Wien, unser Wien, mein Wien, in dem ich mich immer und zu jederzeit ganz und gar sicher gefühlt habe. Ganz nah an meiner Arbeitsstätte, meinem Lieblingslokal, Orten, die mein zweites Zuhause sind. Nachrichten von Freundinnen und Freunden, Familie und Angehörigen trudeln sehr schnell ein – eine nach der anderen – ob ich zuhause sei, wohl eh nicht in der Stadt? Nein, ich bin tatsächlich an diesem letzten Abend vor dem Lockdown daheim, weil ich meinen kleinen Sohn bei mir habe… 

Die Sorge ist stets stärker als der Stolz.   

Während ich also in Sicherheit bin, sind Menschen, die mir nahestehen, mitten im unsicheren Geschehen, das für uns alle zuerst nicht greifbar ist. Fake-Meldungen machen die Runde – so schnell, dass es erschreckend ist. Unruhe macht sich breit, weil das Unwissen auch eine Ohnmacht auslöst – übrigens ein Gefühl, das mich durch das Jahr 2020 begleitet wie das Amen im Gebet. Machtlos zu sein gegen eine Krankheit, die die ganze Welt in Atem hält, gegen das Sehnen nach einer Liebe, die sich wie eine Sucht anfühlt, oder eben gegen einen Attentäter, der wohl wahllos seiner Obsession nachgeht.

Wien 2020, Dankbarkeit, Ohnmacht, Zufriedenheit, Sicherheit
Etwas Selbstverständliches wurde angegriffen, das Gefühl von Sicherheit in seinen Grundfesten erschüttert.

 

Nur dass diese letzte Form von Ohnmacht etwas in mir ausgelöst hat, was die anderen (noch) nicht vermochten. Etwas Selbstverständliches wurde angegriffen, das Gefühl von Sicherheit in seinen Grundfesten erschüttert, und damit so einiges, was mich zuvor noch in tiefste Verzweiflung gestürzt hat, relativiert. Es war vielleicht der sprichwörtliche Tropfen auf den heißen Stein, der das Fass in mir zum Überlaufen brachte.

An diesem Abend und in dieser Nacht habe ich mich verabschiedet – vom Negativen, vom Selbstmitleid, von der Überzeugung, die Welt gegen mich zu haben. Ich habe mich einer positiven Grundeinstellung verschrieben und mit ihr dem Gefühl der Dankbarkeit für alles, was ich schon erfahren, erkennen, erreichen durfte. Als ich meinem 6-jährigen Sohn behutsam und doch ehrlich von den Ereignissen des Montags in Wien erzählte, berührte er mich mit seiner Reaktion in der Tiefe meines Herzens. Seine erste Frage war, ob denn der Mann mit der Pistole auch bis zu seinem Papa in die Wohnung kommen würde. Die zweite: Ob er denn bis nach Kärnten kommen könne, wo seine Omas und Opas leben.

Bezeichnend und berührend, wie diese Sorge schon in einem kleinen Kind als Urinstinkt verankert ist, die uns auch im Erwachsenenalter begleitet.

Es ist wohl so, dass wir in der Sorge um andere nicht nur unsere Ängste, sondern vor allem auch unseren Stolz überwinden. So entsteht Zusammenhalt, den wir in dieser Zeit mehr denn je nicht nur im kleinen sondern auch im großen Kreis spüren.

Dankbarkeit macht glücklich. Dankbarkeit, Ohnmacht, Zufriedenheit, Sicherheit

Sei jeden Tag dankbar für das, was du hast. 

Was ist es nun, was von all dem Unfassbaren, das um uns herum geschieht, in mir zurückbleibt: ein aufrichtiges Mitgefühl für alle, die ihren Kindern oder Angehörigen ähnliche Fragen wie die meines Sohnes nicht mit einem beruhigenden „nein, natürlich nicht“ beantworten konnten. Ein Gefühl des Zusammenhalts in meiner schönen Stadt Wien, den ich schon vergessen hatte, der mich heute wahrhaftig zu Tränen rührt. Die Gewissheit, dass alleine die Macht unserer Gedanken uns dorthin leiten können, wo wir sein wollen: zu uns selbst, in eine tiefere Zufriedenheit.  

Wofür ich heute dankbar bin: meinen tollen, gesunden Sohn, meinen Job, der mir Freude macht und mich immer wieder vor neue Herausforderungen stellt, meine Kundinnen und Kunden, die mich fordern, fördern und schätzen, meine Freundinnen und Freunde, die sich um mich sorgen und mich scheinbar tatsächlich in ihren Gedanken tragen, meine Familie, die unter dem ganz normalen Alltagswahnsinn dennoch immer für mich da sein wird, wenn ich sie brauche. Und meine großartige Stadt Wien, die mir mit Sicherheit schon bald wieder dieses so unbezahlbare Gefühl von Geborgenheit vermitteln wird. Denn das alles ist wahrhaftig nicht selbstverständlich.  

Übrigens: Unsere Sveta CBD Produkte begleiten mich schon seit März 2020 verlässlich durch diese unsicheren Zeiten und helfen mir dabei, mich durch Unruhe und Stress nicht aus der Bahn werfen zu lassen. Dafür bin ich heute umso mehr dankbar.  

Eure Kathi von Sveta. 

 

Katharina Florian ist selbstständige Kommunikationsberaterin, Mutter eines 6-jährigen Sohnes und Kärntnerin in Wien.
Katharina Florian ist selbstständige Kommunikationsberaterin, Mutter eines 6-jährigen Sohnes und Kärntnerin in Wien.